Freddy Nock gewinnt die ‘Running Wire Man’ Challenge in Wulong, China [Video+Fotogalerie]

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Freddy Nock holt sich die Krone als schnellster Seilläufer der ‘Running Wire Man’ Challenge im Wulong Karst National Geology Park (China).

Wulong Karst National Geology Park in China fand heute ein Wettstreit der ganz besonderen Art statt. In einer Höhe von 300 m über Boden kämpfte die Elite der Hochseilläufer um die Krone des schnellsten Seilläufers von Wulong. Über einer Seilstrecke von 150 m wurde der schnellste Seilläufer gesucht und auch gefunden.

Dabei wurden in diesem einzigartigen UNESCO Weltkulturerbe zwei parallele Stahlseile mit einem Durchmesser von gerade einmal 2.6 cm gespannt und an diesen jeweils eine Wettkampfstrecke von 150 m Länge markiert. Bekannt wurde der Wulong National Park auch aus dem 4. Teil des Hollywood-Streifens “Tranformers”. Für diesen Film wurden zahlreiche Szenen genau in diesem Wulong National Park gedreht.

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Angetreten waren die derzeit besten drei Hochseilläufer Aisikaier Wubulikaisimu (China), der Italiener Maurizio Zavatta und der Schweizer Freddy Nock.

Der Wettbewerb wurde dann in drei Durchgängen ausgetragen. Jeweils zwei Seilartisten liefen gleichzeitig gegen die Uhr. Zuerst traten Freddy Nock und er Chinese Aisikaier Wubulikaisimu gegeneinander an. Freddy siegte hier recht deutlich vor dem Lokalmatador. Im zweiten Durchgang kämpften Aisikaier und Maurizio gegeneinander an. Und im finalen Lauf liefen Freddy und Maurizio noch gegeneinander.

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Sieg mit einer Zeit von 42.04 Sekunden

Freddy Nock gewann seine Durchgänge und legte mit 42.04 sec die absolut schnellste Zeit hin. Hier alle Bestzeiten im Überblick:

1. Freddy Nock – 42.04 sec
2. Aisikaier Wubulikaisimu – 52.97 sec
3. Maurizio Zavatta – 75.05 sec

Damit ging die Krone des schnellsten ‘Running Wire Man’ mit Pokal und Urkunde an Freddy Nock, der den Sieg mit seinem Sohn so richtig genossen und gefeiert hat.

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Video TV-Beitrag chinesisches Fernsehen

Der Atem stockte bei zwei bedrohlichen Situationen

Nicht, dass die Hochseilläufer durch ihre Balance-Acts die Spannung am Siedepunkt hielten, gleich zweimal stockte dem Publikum und den Zuschauern vor den Fernsehgeräten der Atem. Einmal, als Freddy in seinem Lauf gegen Maurizio kurz vor dem Ziel vom Seil rutschte, sich mit Händen und Füssen am Seil hängend fing und sich jedoch gekonnt wieder in die aufrechte Position kämpfte und nach diesem Stocker die letzten Meter auf dem Seil aus eigener Kraft vollenden konnte.

Und ein zweites Mal im Wettlauf von Aisikaier und Maurizio, als der Chinese beinahe in der Mitte der Seilstrecke plötzlich nicht mehr weiter konnte, da sich seine Sicherung verhakte und ein weiteres Balancieren auf dem Seil unmöglich machte. Die Seilläufer waren alle mit einem speziellen Seil separat gesichert. Genau dieses Seil hatte sich in der Laufvorrichtung darüber verhakt.

Freddy hatte diese Situation sofort bemerkt und entschied Aisikaier auf dem Seil entgegenzukommen und aus der misslichen Situation zu befreien. Dazu balancierte Freddy bis zur Seilmitte, befestigte seine Sicherung am Rücken von Aisikaier und konnte dann die defekte Sicherung bei Chinesen lösen. Freddy lief dann ungesichert auf dem Seil bis zum Ziel zurück und konnte so seinem Kollegen aus China aus der gefährlichen Situation heraushelfen.

Video TV-Beitrag Rettungsaktion

Breites Medieninteresse in China – sogar bei den kleinen Künstlern

Spektakel auf dem Hochseil wie dieses sind in China immer auch ein grosses Medienspektakel. Allein 18 TV Stationen hatten sich für die Übertragung angemeldet, bei mehreren TV-Sendern wurde der Wettkampf live übertragen. In China bedeutet so ein Medienrummel schnell einmal 100 – 200 Mio. Zuschauer.

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Ein kleiner Mann wurde bei diesem Wettstreit zum heimlichen Star des Tages. Gemeint ist Freddy’s Sohn Leo Nock, der gemeinsam mit seinem Vater in den Vorbereitungen trainierte, Balancierübungen machte und bei der Siegerehrung und Pressekonferenz immer hautnah mit dabei war. So konnte der kleine Nock-Sprössling bereits die grosse Bühnenluft schnuppern. Wer weiss, vielleicht tritt Leo eines Tage in die Fussstapfen seines Vaters.

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Impressionen

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