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Freddy nock gewinnt Hochseillauf WM in China – WM Titel geht in die Schweiz

Freddy-Nock-Highwire-WM-Finale-5And the winner is: FREDDY NOCK. So ähnlich durfte der Schweizer Hochseilartist Freddy Nock seinen WM Titel in Empfang nehmen. Freddy Nock hat gestern in China die internationalen Hochseillauf-Meisterschaften im Finale gegen drei starke chinesische Hochseilartisten gewonnen.

Vom 29. bis 31. Mai 2015 fand in der südchinesischen Provinz Hunan am Jiubujiang Staussee, mitten in herrlicher Naturlandschaft gelegen, zum ersten Mal die offizielle Hochseil-WM statt. Ausrichter war die Proviinz Hunan in Gemeinschaft mit Hunan TV, die die WM live im Internet übertragen hatten.

Der Finaltag – vier Seilläufer kämpfen um den Titel

Nachdem Freddy am Freitag sich mit seinem Lauf über die 800 lange Strecke mit seiner Bestzeit bereits das Ticket für das Finale gesichert hatte, waren gestern am Finaltag neben Freddy noch drei sehr starke chinesische Hochseilartisten mit dabei und kämpften mit Freddy Nock um den Titel.

So mussten die Läufer gestern am Finaltag die 800 m lange Strecke rückwärts und mit verbundenen Augen balancieren. Gesucht wurde auch hier der schnellste Seilläufer. Un dies war die Startaufstellung der 4 Finalisten:

1. Shater (China)
2. Yakebujiang (China)
3. Freddy Nock (Schweiz)
4. Saimaiti (China)

Zunächst startete der Chinese Shater. Bei 32° C lief der Chinese die Strecke mit leichteren Problemen vor allem am Ende in der Steigung in einer Gesamtzeit von 14:28 min. Noch wusste keiner so recht, was diese Zeit am Ende wert sein würde.

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Als Zweiter ging der starke Chinese Yakebujiang an den Start. Am Freitag war er beim ersten Lauf noch gestürzt und ins Wasser gefallen, konnte sich aber am zweiten Tag noch das Finalticket sichern. Er war deutlich schneller unterwegs und so lag seine Zeit im Ziel bei nur 11:51 min. Das war eine erste Ansage im Kampf um den Titel, die auch Freddy Nock nicht kalt liess.

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Nun war es soweit. Freddy Nock ging als dritter Läufer an den Start. Würde er die Bestzeit nochmals unterbieten können? Hoch konzentriert ging Freddy an den Start. Drei – Zwei – Eins – und los. Freddy legt einen super schnellen ersten Abschnitt hin, bei 200 m lag er klar vorn. Auch zur Mitte bei 400 m betrug der Vorsprung knapp 50 sec. Alles sah sehr gut aus. Doch dann …

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… In Richtung Ziel beginnt die Steigung, die Strecke wird schwerer und schwerer. Plötzlich stolpert Freddy an einer der Abspannungen, die etwas erhöht über dem Seil angebracht sind. Er kommt ins Wackeln, kann sich aber wieder fangen. Eine erste Schrecksekunde. Dann bleibt Freddy plötzlich stehen, er geht in die Knie, verweilt etwas und steht wieder auf. Etwa 200 m vor dem Ziel bekommt Freddy plötzlich Probleme mit der Muskulatur in den Beinen.

Er wird nun deutlich langsamer und muss mit seiner Balancierstange immer wieder ausgleichen. Der Lauf wird unruhiger. Und wieder stoppt Freddy Nock und geht in die Hocke, um seine Beinmuskulatur zu entlasten. Der zu Beginn herausgelaufene Vorsprung schmilzt immer mehr dahin. Was kann der Altmeister nun noch aus sich herausholen?

Das Ziel nähert sich und die Zeit läuft gnadenlos herunter. Die letzten Meter und … ? Es ist eine neue Bestzeit, nach 11:40 min, also nur 11 sec schneller als Yakebujiang kommt Freddy endlich ins Ziel. Es ist momentan Platz 1 und würde den Titel bedeuten.

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Nun ist noch der bekannte chinesicher Seilläufer Saimaiti als letzter an der Reihe. Freddy kennt Saimaiti noch aus dem Jahr 2009, damals liefen die beiden schon einmal in einem Wettstreit in China gegeneinander. Damals siegte Freddy Nock. Würde das heute wieder so sein?

Saimaiti läuft ein sehr gleichmässiges Rennen, die Zwischenzeiten sind knapp über der Bestzeit im Schnitt. Er ist von ersten Wettkampftag noch leicht beeinträchtigt. Dort holte er sich am Freitag eine grosse Blasse am rechten Fuss, was seinen Lauf nun doch erschwerte. Aber er beisst auf die Zähne und läuft sehr kontrolliert in Richtung Ziel. Seine Gesamtzeit belief sich auf 12:01 min.

Damit stand fest, dass Freddy Nock der Gewinner ist uns so den WM-Titel mit in die Schweiz bringt. Herzlichen Glückwunsch nochmals an Freddy Nock für seine herausragende Leistung. Freddy konnte mit seinen 50 Jahren, aber immer noch top fit, gegen die jungen Chinesen (unter 30) im Finale gewinnen.

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Sein Statement nach dem Sieg:

“Ich bin noch nie so eine lange Strecke rückwärts gelaufen und ich habe vorher diese Länge auch nicht genügend trainiert, so dass meine Beine in der zweiten Hälfte der Strecke wahnsinnig brannten. Ich hatte während des Laufs kein Zeitgefühl und konnte daher nicht richtig einschätzen, wie schnell ich unterwegs war. Meine Devise war: sehr schnell beginnen, so vielleicht ein kleines Polster aufbauen und genau das habe ich auch gebraucht, wie man gesehen hat. Als ich dann die Zeit erfuhr, war ich natürlich sehr glücklich. Ich freue mich sehr über das Ergebnis und den Gewinn des Titels. Ich danke allen, die mir die Daumen gedrückt haben und mich unterstützt haben. Ich freue mich nun wieder auf die Rückkehr in die Schweiz.”

Und das sagt Freddy nach seiner Rückkehr ins Hotel:

Damit ging ein über drei Tage dauernder Wettstreit von TOP Hochseilläufern in China zu Ende. Mehr als 1’100 Einsatzkräfte und Helfer waren im Einsatz, die Organisation war sehr gut. Die WM war, so vermeldete die Provinz Hunan, ein voller Erfolg. Am Fernseher und auch im Internet haben nach ersten Auswertungen mehr als 70 Mio. Menschen diese WM verfolgt – und dies nicht nur innerhalb von China.

Es ist geplant die WM alle 2 Jahre oder sogar jährlich an verschiedenen Standorten und mit den jeweils besten Seilläufern auszutragen. Freddy Nock und sein Team haben bereits Planungen aufgenommen, die WM auch einmal in der Schweiz stattfinden zu lassen. Sind wir gespannt, was sie Zukunft bringt.

Videos von der WM

Hier noch ein paar Videoeinblicke von der WM

1. Trailer von Hunan TV (Hunan TV) zur WM

2. Freddy stellt die 800 m Strecke bei der WM vor

3. Einblick ins Training bei der WM 1

4. Einblick ins Training bei der WM 2

5. Freddy stellt die 800 m Strecke bei der WM vor

Bilder vom Final-Tag und von der WM

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Freddy Nock beendet ersten WM-Tag in China mit Bestzeit

Freddy Nock Live Tag 1 - 1
Bei über 35° Celsius, bei schwül-heissesm Wetter und extrem hoher Luftfeuchtigkeit haben heute die 7 Hochseil-Artisten den ersten Hochseillauf-WM-Tag in der südchinesischen Provinz Hunan beendet. Dabei konnte Freddy Nock diesen Tag mit Bestzeit für sich entscheiden.

Tagessieg für Freddy Nock mit Bestzeit in erster WM-Disziplin

Ein 800 m langes Seil, quer über den Jiubujiang Stausee gespannt, bis zu 50 m Höhe über dem Wasser, das war die heutige Herausforderung für die Seilläufer und Artisten. Gesucht wurde der schnellste Hochseilläufer über die 800 m Distanz. Dabei hing das Seil am Start etwas bergab, aber forderte auf den letzten 70 – 100 m mit einer ordentlichen Steigung alle Läufer nochmals besonders heraus.

Freddy Nock startete als Zweiter in den Wettbewerb. Vor ihm ging der Chinese Saimaiti als Erster auf die Strecke. Er fing mit einem raschem Tempo an. Doch die Schnelligkeit führte mehrmals während seines Laufs zu Ungenauigkeiten und barg ein erhöhtes Risiko eines Sturzes. So kam es dann auch, der Chinese stürzte mehrfach, konnte sich allerdings jedes Mal fangen und wieder aufsteigen. Nach 8:30 min kam er vollkommen erschöpft im Ziel an.

Dann startete der mehrfache Guinness World Record Halter Freddy Nock seinen Lauf. Auch er ging sehr schnell in die zunächst abschüssige Strecke. Und hier spielte Freddy seine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Seil aus. Freddy strahlte eine grosse Sicherheit aus, er ist mit seinen 50 Jahren noch immer topfit. Nur so konnte er bei den heissen Temperaturen in der Sonne seinen Rhythmus finden und gleichmässig in Richtung Aufstieg zum Ziel balancieren. Die Zwischenzeiten waren etwas besser, als beim Chinesen zuvor.

Freddy Nock Live Tag 1 - 3

Nun kam das letzte Teilstück, aufwärts zum Ziel, extrem kräfteraubend. Genau hier ist allerhöchste Konzentration gefragt. Wer den Lauf live im TV oder Internet verfolgt hat, sah, wie anstrengend gerade das letzte Stück über den See war. Aber mit voller Konzentration und Routine kam Freddy Nock nach 7:39 min am Ziel an. Bestzeit nach 800 m intensiver Balancier-Arbeit.

Erschöpft angekommen, als erstes 20 Sekunden hinlegen und die Beine hoch, dann eine Flasche Wasser über den Kopf, so erholte Freddy sich doch recht schnell nach dem Lauf und konnte dann dem chinesischen Fernsehen Hunan TV ein erstes Interview geben. Freddy’s erstes Statement zum Lauf war folgendes:

“Mit meinen 50 Jahren kann ich wahnsinnig stolz sein mit meiner heutigen Leistung. Ich bin sehr zufrieden mit meiner erreichten Zeit. Es war so wahnsinnig heiss und schwül, was es mir extra schwer gemacht hatte. Es sieht von aussen alles so leicht aus, aber 800 m bei diesem Wetter und mit der Steigung am Ende der Strecke, das hat alles von mir gefordert.”

Freddy Nock Live Tag 1 - 11

Ein Teilnehmer stürzte in den See, ein anderer gab auf

Was konnten nun die anderen Teilnehmer nach Freddy Nock leisten? Wie gut war seine Zeit?

Direkt nach ihm kamen zwei weitere Chinesen an den Start. Mit 8:11 min konnte der dritte Läufer die Bestzeit nicht unterbieten, schaffte aber Platz 2 an diesem Tag.

Der vierte Läufer ging sehr beherzt und mit hohem Tempo in den Lauf. Er hatte mit den drei Seilläufern vor ihm gesehen, welche Zeit nötig sein wird, um Tagessieger werden zu können. Doch dann nach etwa einem Drittel der Strecke rutschte der Chinese mit dem linken Fuss am Seil ab und stürzte ab. Er fiel ins Wasser, zum Glück war an dieser Stelle die Höhe nicht so extrem,  dass nichts Schlimmeres passierte. Er tauchte wieder auf und schwamm allein zum Rettungsboot. Eine Schrecksekunde für alle, aber nichts passiert. Man sieht aber, wie nah die Läufer am Limit sind und ein Fehltritt den kompletten Lauf zerstören kann.

Alle weiteren Läufer danach konnten die Bestzeit von Freddy nicht mehr unterbieten. Ein grossartiger Teilsieg auf dem Weg zum WM-Titel, den Freddy Nock wahnsinnig gerne in die Schweiz holen würde.

Freddy Nock als Bester bereits für das Finale am Sonntag qualifiziert

Gemäss WM-Richtlinien sind die beiden Tagesbesten automatisch für das Finale am Sonntag qualifiziert. Damit hat Freddy sein Finalticket bereits gelöst und muss morgen bei der zweiten Disziplin im Rückwärts-Balancieren über das Seil nicht mehr teilnehmen.

Wir sind also weiterhin gespannt, was in den kommenden zwei Wettkampftagen passieren wird. Wer die Wettkämpfe der besten Hochseilläufer gerne live verfolgen möchte, kann dies über den Internet-Stream von Hunan TV über folgende Adresse:

» Hier klicken zum Live-Stream der Hochseillauf-WM in China (Sa und So, von 6:30 – 9:30 Uhr MEZ)

Trailer zur Hochseillauf-WM in China

Freddy Nock mit den besten Seilläufern bei der 1. offiziellen Hochseillauf-WM in China

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Die chinesische Provinz Hunan im Süden von China ist in diesen Tagen Ausrichter und Organisator der 1. offiziellen Hochseillauf-WM in China. Vom 29. bis 31. Mai 2015 kämpfen 7 der weltbesten Hochseil-Artisten über 3 Tage um den WM-Titel. Mit dabei der Schweizer Hochseilartist und Guinness-Rekord-Halter Freddy Nock.

Schon länger hatte Freddy Nock die wunderbare Idee, unter den zahlreichen Top-Hochseil-Artisten weltweit einen regelmässigen Wettstreit auszutragen, bei dem der weltbeste Hochseilläufer gekürt wird. Ein sportlicher Wettbewerb, bei dem sich die Besten der Branche gegenseitig messen können und so wie auch in anderen Sportarten der Beste weltweit ermittelt werden kann.

Hunan Provinz (Quelle: Wikipedia)

Hunan Provinz (Quelle: Wikipedia)

Nach mehreren Jahren Vorbereitung und Verhandlungen mit geeigneten Partnern konnte nun mit Hilfe von Lu Zhai, dem Asien-Manager von Freddy Nock, der Freddy bereits mehrfach nach China gebracht hatte, in China gemeinsam mit der Provinz Hunan als Ausrichter die 1. offizielle Weltmeisterschaft für Seilläufer und Artisten ins Leben gerufen werden.

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen Jiubujiang Staussee in der Hunan Provinz. Die Artisten sind alle eingetroffen und begutachten das Wettkampfgelände. Über den Stausee in 50 m Höhe wurde ein ca. 800 m langes Seil mit verschiedenen Abschnitten gespannt. Dies wird die Wettkampfstätte für die Hochseil-Artisten sein.

Nach Auskunft des Veranstalters werden über 1100 Organisatoren und Helfer bei der WM im Einsatz sein. Täglich werden tausende Besucher vor Ort am Wettkampfgelände erwartet, um die die Weltmeisterschaft live zu verfolgen.

Diese Teilnehmer werden den WM-Titel unter sich ausmachen:

  • Freddy Nock (Schweiz)
  • Ekaterina Maksimova (Russland)
  • Valery Las Kuznetsov (Russland)
  • Saimaiti (China)
  • Aixiguli (China)
  • Shater (China)
  • Yakebujiang (China)

Trailer zur Hochseillauf-WM in China

Wie genau läuft die Hochseillauf-WM ab? Welche Disziplinen finden statt?

Die Teilnehmer stellen sich drei Hauptdisziplinen:

  1. Schnelligkeit (eine bestimmte Strecke schnellstmöglich auf dem Seil balancieren)
  2. Vorwärts und Rückwärts (Balancieren in zwei Richtungen)
  3. Blind (mit blickdichtem Helm eine bestimmte Strecke auf dem Seil balancieren)

Die Seillauf-Weltmeisterschaft wird an den drei Wettkampftagen live im Hunan TV übertragen. So werden täglich von 12:30 – 15:30 Uhr (Ortszeit), das ist 06:30 – 09:30 Uhr unserer Zeit, Live-Sendungen von der Weltmeisterschaft stattfinden. Ausserdem kann die Übertragung live im Internet verfolgt werden.

» Hier klicken für Live-Übertragung im Internet (vom 29.-31.05.2015 von 6:30-9:30 Uhr MEZ)

Freddy Nock unternimmt noch letzte Trainingseinheiten und nutzt die Tage bis zur WM vor allem, um sich an das feucht-heisse Klima in Süd-China zu gewöhnen. Zu den Wettkämpfen werden heisse 30 – 33° Celsius erwartet, dabei sind vereinzelte Regenschauer nicht ausgeschlossen, was ein schwüles Klima zur Folge hat.

Wir werden in den nächsten Tagen ebenfalls von den Wettkämpfen berichten und Fotos veröffentlichen. Mehr dazu dann hier auf der Webseite.

Aktuelle Infos von der Hochseillauf-WM:

Freddy Nock in China bei der Hochseillauf-WM
» hier klicken

Weitere Bilder

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